Flottenmarkt

Die Stromer erobern die Fuhrparks

Im Mai wurden in Fuhrparks 96,3 Prozent mehr reine Elektroautos zugelassen als im Vorjahresmonat. PHEV verlieren.

Im Mai 2023 gelang dem deutschen Pkw-Markt mit knapp 247.000 Neuzulassungen ein robustes Wachstum von 19,2 Prozent zum Vorjahresmonat. Batterie-Elektrische Autos (BEVs) legten hingegen um fast 47 Prozent zu. Besonders hoch waren die Zulassungen von reinen Elektroautos im Flottenmarkt, wo die Steigerung satte 96,3 Prozent betrug, wie der Marktbeobachter Dataforce meldet. Ihr Marktanteil bei Firmenwagen liegt mit 19,9 Prozent so hoch wie noch nie, wenn man den Dezember 2022 als Ausnahmemonat außer Acht lässt.

Fuhrparks

Plug-in-Hybride (PHEV) hingegen setzten ihren Abwärtstrend fort und verloren 41 Prozent im Gesamtmarkt. Im relevanten Flottenmarkt konnten die PHEVs ihren Rückgang etwas abmildern. Nach mehr als 30 Prozent Verlust in den Vormonaten lag das Minus im Mai bei „nur“ noch 26 Prozent.

Der Privatmarkt stagnierte dagegen weiterhin. Mit knapp 78.000 Neuzulassungen und einem Wachstum von nur 2,7 Prozent zum Vorjahresmonat bleibt ein Abstand von über 30 Prozent zum Vor-Corona-Niveau.

Hier wurden nur 10,1 Prozent mehr BEVs zugelassen als im Mai 2022. Gleichzeitig kauften Privatkunden 18 Prozent mehr Benziner und Benzinhybride. Die PHEVs verloren bei Privatkunden mehr als zwei Drittel ihres Vorjahresniveaus.

Transportermarkt schwächer als Pkw-Markt

Kommen wir nun zur Betrachtung des Transportermarktes. Bei leichten Nutzfahrzeugen und ihren Pkw-Derivaten ging es bei den Neuzulassungen um 16,2 Prozent nach oben. Das Wachstum fiel damit erneut geringer aus als im Pkw-Markt.

Der Hauptgrund war der Rückgang der privaten Neuzulassungen um 7,3 Prozent, während sie in Fuhrparks um 25,5 Prozent stiegen. Die gewerblichen Kanäle legten dagegen alle um mindestens 20 Prozent zu. Der Vermieterkanal erzielte mit einem Plus von 34,9 Prozent das stärkste Wachstum. Angesichts des immensen Nachholbedarfs könnten die gewerblichen Neuzulassungen trotzdem noch höher sein. Hier scheint die Produktion noch immer nicht rund zu laufen. Titelfoto: pixabay

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