Electra senkt die Preise für das Schnellladen in Deutschland: Mit Abo kostet die Kilowattstunde nur noch 34 Cent.
Der Schnellladeanbieter Electra hat zum 18. Mai 2026 seine Tarifstruktur in Deutschland überarbeitet und die Preise deutlich gesenkt. Besonders Viellader profitieren: Das Abo-Modell „Electra+ Smart“ kostet jetzt nur noch 4,99 Euro pro Monat statt bisher 9,99 Euro. Gleichzeitig sinkt der Preis pro Kilowattstunde an Electra-Ladesäulen von 0,39 auf 0,34 Euro.
Mit der Anpassung will Electra das Schnellladen günstiger und attraktiver machen. Laut Deutschland-Chef Paul Tonini richtet sich das neue Angebot vor allem an Nutzer, die regelmäßig öffentlich laden und dabei von niedrigeren kWh-Preisen profitieren möchten.
Im Tarif „Electra+ Smart“ zahlen Kunden 4,99 Euro monatlich und laden ab 0,34 Euro pro kWh. Zuvor lag der Preis bei 9,99 Euro Grundgebühr und 0,39 Euro pro kWh. Damit gehört Electra aktuell zu den günstigeren Anbietern im HPC-Segment in Deutschland.
Auch beim kleineren Tarif „Electra+ Essential“ gibt es Änderungen: Die monatliche Grundgebühr bleibt bei 1,99 Euro, der Arbeitspreis sinkt jedoch von 0,49 auf 0,44 Euro pro kWh. Rabatte bei Partnernetzwerken sind in diesem Tarif allerdings nicht enthalten.
Rabatte bei Ionity und Fastned
Mit dem „Electra+ Smart“-Abo profitieren Nutzer zusätzlich von vergünstigten Preisen bei Partnern der ChargeLeague. Dazu zählen Ionity, Fastned und Atlante. In Deutschland sind aktuell jedoch nur Ionity und Fastned relevant.
Konkrete Beispiele zeigen die Preisvorteile:
- Ionity: Reduktion von 0,75 auf 0,64 Euro pro kWh
- Fastned: Reduktion von 0,73 auf 0,64 Euro pro kWh
Die genauen Rabatte werden vor Abschluss des Abos nicht vollständig transparent kommuniziert, lassen sich jedoch in der App nach Buchung einsehen. Für Nutzer ohne Abo ändern sich die Preise nicht:
- Laden per App: weiterhin 0,54 Euro pro kWh
- Ad-hoc-Laden per Kreditkarte: weiterhin 0,69 Euro pro kWh
Damit bleibt der Preisunterschied zwischen Abo- und Nicht-Abo-Nutzung deutlich bestehen.
Blockiergebühr bei 80 Prozent
An Electra-Standorten fällt weiterhin eine Blockiergebühr an, sobald das Fahrzeug zu 80 Prozent geladen ist und die Ladesäule ausgelastet ist. Diese beträgt 0,40 Euro pro Minute, mit einer Kulanzzeit von fünf Minuten. Die maximale Gebühr ist auf 50 Euro begrenzt. Nutzer werden vorab über die App benachrichtigt.
Die neuen Preise gelten nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich. Parallel baut Electra sein Schnellladenetz weiter aus. Aktuell betreibt das Unternehmen 26 Standorte in Deutschland, 16 weitere befinden sich im Bau und sollen kurzfristig in Betrieb gehen.
In Österreich wächst das Netzwerk ebenfalls. Ein Highlight ist der neue Ladepark in Völkermarkt an der A2, der laut Electra zu den leistungsstärksten öffentlichen Schnellladeparks des Landes zählt.
Zusätzlich führt Electra in Frankreich und Belgien erstmals dynamische Strompreise ein. Damit reagiert das Unternehmen auf Marktentwicklungen und variable Stromkosten. Titelfoto: Electra


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