Schnellladen beim Einkaufen: Eliso baut 78 Ladepunkte an PAREF-Fachmarktzentren. Sie sind verteilt auf neun Bundesländer.
Die Eliso Group treibt den Ausbau von Schnellladeinfrastruktur im Einzelhandel weiter voran. An 15 Fachmarktzentren aus dem Portfolio des französischen Immobilienfonds PAREF Prima entstehen insgesamt 78 Schnellladepunkte. Verteilt auf neun Bundesländer, sollen die Standorte innerhalb der kommenden zwei Jahre mit Ladeleistungen von bis zu 200 kW ausgestattet werden. Die ersten Ladepunkte sind bereits am Netz.
Zwei der 15 geplanten Standorte haben ihren Betrieb bereits aufgenommen. Ende März gingen auf dem Parkplatz eines Discounters im baden-württembergischen Ochsenhausen vier Ladepunkte in Betrieb, kurz darauf folgten vier weitere im bayerischen Haßfurt. Welche der übrigen 13 Fachmarktzentren als Nächstes an der Reihe sind, gibt Eliso bislang nicht bekannt.
Bis zu 200 kW Ladeleistung
Die neuen Ladepunkte bieten Ladeleistungen von bis zu 200 kW und sind mit Kreditkartenterminals sowie kontaktlosen Bezahlmöglichkeiten ausgestattet. Zum Einsatz kommen Hypercharger von Alpitronic, deren integriertes Kabelmanagement die Handhabung beim Ladevorgang erleichtern soll.
Der Ad-hoc-Preis bei Eliso ist nicht einheitlich, sondern variiert je nach Standort. Ein paar konkrete Werte aus den letzten Monaten:
- Eröffnungspreis an neuen Standorten: An allen neuen Standorten bietet Eliso zum Start einen Eröffnungspreis von 49 ct/kWh – etwa in Neumünster, Uchte, Senftenberg oder Egeln
- Georgsmarienhütte (erster Deutschlandnetz-Standort): 0,79 €/kWh im Ad-hoc-Tarif, dazu eine Blockiergebühr von 0,10 €/min
- Segmüller-Standort: 0,64 €/kWh, nach einer Stunde zusätzlich 10 Cent pro Minute
- Famila-Standorte: aktuell 0,49 €/kWh im Ad-hoc-Tarif
Eliso selbst begründet die Preisunterschiede damit, dass sich die Tarife an der Attraktivität des Standorts, unterschiedlichen Netzentgelten je Netzbetreiber, dem Servicestandard und der Ladegeschwindigkeit orientieren.
Zweites großes HPC-Projekt im Einzelhandel
Das PAREF-Vorhaben ist nicht das erste Projekt dieser Größenordnung, das Eliso im Einzelhandel realisiert. Parallel entstehen an sechs Famila-Filialen weitere 44 Schnellladepunkte. Dieses Vorhaben läuft jedoch unter anderen Rahmenbedingungen: Es ist Teil des Deutschlandnetzes, das Elisos Muttergesellschaft Vinci Concessions über Via Deutschlandnetz mit drei Regionallosen, 110 Standorten und mehr als 800 Ladepunkten umsetzt.
Die 78 Ladepunkte bei PAREF hingegen entstehen im Rahmen einer direkten Kooperation mit dem Immobiliensektor. Nach eigenen Angaben übernimmt Eliso dabei auch die Investitionskosten selbst. In Summe plant beziehungsweise realisiert das Unternehmen mit beiden Projekten aktuell 122 HPC-Ladepunkte an 21 Einzelhandelsstandorten.
Der Vergleich beider Vorhaben macht zwei unterschiedliche Modelle beim Ausbau von Schnellladeinfrastruktur auf Handelsflächen sichtbar: öffentlich beauftragte Deutschlandnetz-Standorte auf der einen Seite und privatwirtschaftlich finanzierte Kooperationen mit Immobilieneigentümern auf der anderen. Titelfoto: Eliso


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