Der Markt für Normallladen ist in Deutschland stark zersplittert. Auf dem Schnelllademarkt sieht es anders aus.
Der Energiekonzern und Ladesäulenbetreiber EnBW dominiert das deutsche Schnellladenetz. Laut dem Lademarkt-Report des Abrechnungsdienstleisters Elvah, den wir gestern vorgestellt haben, wurden im zweiten Halbjahr 2025 knapp 31 Prozent aller HPC-Ladevorgänge an einer Säule des Stuttgarter Unternehmens durchgeführt.
Auf den Plätzen folgten Aral Pulse und Ionity mit jeweils rund 11 Prozent. Die drei Marktführer zusammen kommen somit auf einen Anteil von mehr als 50 Prozent bei allen Schnellladevorgängern. Berücksichtigt wurden lediglich Säulen mit mehr als 130 kW Ladeleistung, Tesla fand aufgrund mangelnder Datenverfügbarkeit keinen Eingang in die Statistik.
AC-Laden: Markt stärker fragmentiert
Beim Normalladen ist der Markt stärker fragmentiert. Marktführer Vaylens kommt auf 6,5 Prozent, die Hamburger Energiewerke auf 3,8 Prozent und der Ladeverbund+ auf 3,4 Prozent. Selbst noch der Betreiber TankE auf Rang zehn hat einen Marktanteil von knapp 2,1 Prozent.
Elvah rechnet aber mit einer Konsolidierung des Marktes: Insbesondere für kleinere Betreiber ohne Skaleneffekte werde es herausfordernd sein, nachhaltige Wirtschaftlichkeit zu erreichen – vor allem dort, wo Netzwerke und einzelne Ladepunkte strukturell unterausgelastet blieben. SP-X/Titelfoto: EnBW


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