Elektroauto-Neuzulassungen in der EU im April 2026: Das starke Wachstum setzt sich fort.
Die Elektroauto-Neuzulassungen in der EU haben im April 2026 deutlich zugelegt. Laut dem europäischen Branchenverband ACEA wurden insgesamt 200.117 batterieelektrische Pkw neu zugelassen. Das entspricht einem Wachstum von 37,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit bestätigt sich der anhaltende Aufwärtstrend der Elektromobilität in Europa.
Auch im bisherigen Jahresverlauf zeigt sich eine klare Dynamik: Von Januar bis April wurden 746.899 Elektroautos neu zugelassen. Der Marktanteil der BEV stieg damit auf 19,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein deutlicher Sprung, was die zunehmende Relevanz der Antriebsart unterstreicht.
Der April knüpft an den starken März an, bleibt jedoch etwas hinter dessen Dynamik zurück. Im März verzeichnete die ACEA noch 234.532 neue Elektroautos und ein Wachstum von 48,9 Prozent. Gleichzeitig entwickelte sich auch der Gesamtmarkt im März stärker als im April. Während die Pkw-Neuzulassungen im März um 12,5 Prozent stiegen, lag das Wachstum im April bei 5,1 Prozent.

Trotz der etwas geringeren Dynamik im Vergleich zum Vormonat bleiben Elektroautos die am schnellsten wachsende Antriebsart in der EU. Plug-in-Hybride legten im April um 16,4 Prozent auf 95.565 Neuzulassungen zu. Klassische Hybride erreichten 359.056 Einheiten, was einem Plus von 12 Prozent entspricht.
Im Gegensatz dazu setzt sich der Rückgang bei Verbrennern fort. Benziner verzeichneten ein Minus von 16,3 Prozent auf 218.485 Fahrzeuge, während Diesel-Pkw um 17,1 Prozent auf 73.982 Einheiten zurückgingen. Diese Entwicklung zeigt die strukturelle Verschiebung im europäischen Automarkt hin zu elektrifizierten Antrieben.
Deutschland bleibt der wichtigste Markt
Deutschland bleibt der wichtigste Einzelmarkt für Elektroautos in der EU. Im April wurden hier 64.350 BEV neu zugelassen, ein Anstieg von 41,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Frankreich folgt mit 36.216 Einheiten und einem Wachstum von 41,8 Prozent. Besonders dynamisch entwickelte sich Italien mit 13.199 Neuzulassungen und einem Plus von 98,8 Prozent. Spanien kam auf 9.723 Elektroautos und legte um 42,8 Prozent zu.
Auch kleinere Märkte gewinnen an Bedeutung. Dänemark erreichte im April 13.721 Elektroauto-Neuzulassungen, was einem Wachstum von 43,5 Prozent entspricht. Besonders bemerkenswert ist der Marktanteil von 81,9 Prozent. In den Niederlanden fiel das Wachstum mit 4,9 Prozent auf 9.616 Einheiten deutlich moderater aus, während Belgien mit 13.971 Fahrzeugen ein Plus von 12 Prozent verzeichnete.
Die kumulierten Zahlen für die ersten vier Monate 2026 bestätigen den Trend: Die Elektroauto-Neuzulassungen stiegen um 33,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Gesamtmarkt wuchs im selben Zeitraum lediglich um 4,2 Prozent auf 3.794.280 Fahrzeuge.
Klassische Antriebe verlieren deutlich
Die Verluste bei klassischen Antrieben bleiben deutlich. Benziner kamen von Januar bis April auf 854.843 Neuzulassungen, ein Rückgang von 17,7 Prozent. Ihr Marktanteil sank auf 22,5 Prozent. Diesel erreichten 292.637 Einheiten und 7,7 Prozent Marktanteil, was einem Minus von 16,1 Prozent entspricht. Zusammen kommen beide Antriebsarten nur noch auf 30,2 Prozent des Marktes, nach 38,1 Prozent im Vorjahr.
Deutschland bleibt auch in der Vier-Monats-Bilanz führend: 223.980 neue Elektroautos bedeuten ein Plus von 41,3 Prozent. Frankreich folgt mit 148.299 Einheiten und einem Wachstum von 48,2 Prozent. Italien legte um 73,1 Prozent auf 51.286 Fahrzeuge zu, während Belgien mit 53.440 Einheiten nur leicht um 1,1 Prozent wuchs. Diese vier Märkte stehen zusammen für 64 Prozent aller Elektroauto-Neuzulassungen in der EU.
Ein Blick auf die Hersteller zeigt: Tesla als reiner Elektroautoanbieter bleibt ein wichtiger Referenzpunkt. Im April verzeichnete das Unternehmen 9.169 Neuzulassungen in der EU, ein Plus von 67,2 Prozent. Von Januar bis April wurden 67.389 Fahrzeuge zugelassen, was einem Wachstum von 61,7 Prozent entspricht. Titelfoto:


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