Gebrauchte E-Autos: Batterien behalten im Schnitt 95,5 Prozent ihrer Kapazität und werden immer beliebter.
Gebrauchte Elektroautos werden attraktiver: Bei rund 7.300 untersuchten Elektro-Leasingrückläufern liegt der durchschnittliche State of Health der Batterien bei 95,5 Prozent. Mit dem Polestar 2 schafft erstmals ein reines Elektroauto den Sprung unter die drei meistverkauften Gebrauchtwagen beim Mobilitätsdienstleiter Ayvens.

Die Sorge vor einem starken Kapazitätsverlust nach der ersten Leasingphase hält sich demnach bei vielen Elektroautos nicht. Nach durchschnittlich rund 55.000 Kilometern weisen die Batterien der geprüften Fahrzeuge noch 95,5 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität auf.
„Die Sorge, dass die Batterie eines Elektroautos nach einigen Jahren deutlich an Leistungsfähigkeit verliert, bestätigt sich in unseren Auswertungen nicht, sondern wir sehen bei unseren Leasingrückläufern sehr gute Werte. Das ist ein starkes Argument für gebrauchte Elektroautos und zeigt, dass die Batterien auch nach dem ersten Leasing-Leben noch viel Potenzial haben“, sagt Martin Kössler, Geschäftsführer von Ayvens in Deutschland.
Was der State of Health über die Batterie verrät
Der State of Health, kurz SoH, beschreibt den Gesundheitszustand einer Hochvoltbatterie. Er gibt an, wie viel Kapazität die Batterie im Vergleich zu ihrem Neuzustand noch besitzt. Ein Wert von 95,5 Prozent bedeutet, dass die Zellen im Durchschnitt nur geringfügig an Speicherkapazität verloren haben.
Für Käufer gebrauchter Elektroautos ist der SoH-Wert besonders wichtig, weil die Batterie zu den wertbestimmenden Komponenten eines E-Autos zählt. Sie beeinflusst nicht nur die verbleibende Reichweite, sondern auch den Wiederverkaufswert des Fahrzeugs.
Ayvens stattet jedes zum Verkauf stehende gebrauchte Elektroauto mit einem SoH-Zertifikat von Aviloo aus. Das Zertifikat soll den tatsächlichen Zustand der Batterie transparent machen und Käufern eine fundiertere Kaufentscheidung ermöglichen.
Warum gebrauchte E-Autos zunehmend gefragt sind
Neben den guten Batteriewerten sprechen weitere Faktoren für den Gebrauchtwagenkauf eines Elektroautos. Die öffentliche Ladeinfrastruktur wächst weiter, während Elektroautos im Unterhalt häufig günstiger sind als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Auch die THG-Quote kann für Halter reiner Elektrofahrzeuge einen zusätzlichen finanziellen Anreiz bieten.
Gleichzeitig zeigt die aktuelle Auswertung, dass elektrisch angetriebene Modelle auf dem Gebrauchtwagenmarkt deutlich sichtbarer werden. Der Polestar 2 belegt mit einem Anteil von neun Prozent Platz drei der meistverkauften Gebrauchtwagen bei Ayvens.
Polestar 2 erstmals in den Top 3
Mit dem Polestar 2 landet 2026 erstmals ein reines Elektroauto unter den drei meistverkauften gebrauchten Modellen bei Ayvens. Der Schwede erreicht mit neun Prozent Anteil Platz drei.

Auch der Hyundai Kona EV schafft es in die Top 10. Er belegt mit sechs Prozent Platz neun und bestätigt damit, dass gebrauchte Elektroautos nicht mehr nur eine Nische darstellen.
An der Spitze bleiben zunächst Modelle mit Hybrid- und Verbrennungsantrieb: Der Ford Kuga Plug-in-Hybrid führt die Rangliste mit 23 Prozent an, gefolgt vom Ford Focus mit 16 Prozent.


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