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Ladeinfrastruktur: Schleppender Ausbau

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur geht voran, aber zu langsam. Immerhin gibt es eine Trendwende bei der Ladeleistung je Auto.

Mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur geht es nur schleppend voran. Zum 1. Juli 2023 wurden in Deutschland 97.495 öffentlich zugängliche Ladepunkte für E-Fahrzeuge von der Bundesnetzagentur gezählt. Statistisch hat sich damit das Verhältnis der zugelassenen E-Pkw pro Ladesäule im Vergleich zu Anfang des Jahres von 23 auf 21 verbessert, wie der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) mitteilt. Trotz der sich verkleinernden Lücke zwischen Angebot und Nachfrage kritisiert der VDA weiterhin ein schleppendes Tempo beim Ausbau der Ladeinfrastruktur allgemein sowie eine regional ungleiche Verteilung.

Der Lobbyverband sieht beim Ladesäulenausbau weiterhin Nachholbedarf, vor allem in Hinblick auf das Regierungsziel von 1 Million Ladepunkte bis 2030. Soll dies erreicht werden, müsste sich das Ausbautempo der vergangenen 12 Monate verdreifachen, so der VDA. Kritisiert wird außerdem, dass nahezu die Hälfte der rund 11.000 Gemeinden in Deutschland immer noch keinen einzigen öffentlichen Ladepunkt aufweist.

Ladeinfrastruktur: Tempo zu langsam

Eine positive Trendwende im Ausbau der Ladeinfrastruktur deutet sich bei der pro Pkw verfügbaren Ladeleistung an, was dem überproportional gestiegenen Angebot Schnellladesäulen geschuldet ist. Während zwischen 2020 und Anfang 2023 im VDA-E-Ladenetzranking die Ladeleistung kontinuierlich von 3,4 auf 1,4 kW gesunken ist, wurde zum Stichtag 1. August 2023 ein Anstieg von 1,7 kW berechnet.

Darüber hinaus hat der Verband ein Update seines Regional-Rankings auf T-Wert-Basis veröffentlicht, der die Zahl der E-Autos pro Ladepunkt bemisst. Hier hat Ingolstadt mit 4,2 den Spitzenplatz übernommen und den vorherigen Spitzenreiter Emden (5,3) auf Rang 2 verdrängt. Neu in den Top-3 ist Salzgitter mit einem Verhältnis von nun 5,8 statt 10,1 E-Autos pro Ladepunkt. Beim Vergleich der Bundesländer bleibt Sachsen mit 13,9 weiter Spitzenreiter, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern (14,6), Thüringen (15,1), Sachsen-Anhalt (15,9), Schleswig-Holstein (17,1) und Bremen (17,2). Schlusslichter sind Rheinland-Pfalz (26,6), Hessen (28,1) sowie das Saarland mit 30 E-Pkw pro Ladepunkt. SP-X/Titelfoto: Jaguar Land Rover

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