Mercedes CLA

Mercedes: Sechs Monate Lieferzeit für CLA und GLC

Die Nachfrage nach den vollelektrischen Mercedes-Modellen CLA und GLC übertrifft die Erwartungen. Die Lieferzeit beträgt sechs Monate.

Die Nachfrage nach den vollelektrischen Mercedes-Modellen CLA (Titelfoto) und GLC fällt höher aus, als der Hersteller erwartet hatte. Die Lieferzeit beträgt für beide Fahrzeuge derzeit rund sechs Monate. Wer jetzt ein individuell konfiguriertes Modell bestellt, muss sich bis April 2027 gedulden. Um die Versorgung mit Traktionsbatterien zu sichern, produziert das Batteriewerk in Kamenz seit Juni sechs Tage pro Woche im Dreischichtbetrieb.

Die lange Wartezeit nannte Vertriebsvorstand Mathias Geisen bei der Feier zum 140-jährigen Jubiläum von Mercedes-Benz, bei der auch der vollelektrische Mercedes-AMG GT SUV enthüllt wurde. Nach Angaben des Mercedes-Fanblogs JESMB sprach er von einer erstaunlich hohen Nachfrage nach den 800-Volt-Modellen CLA und GLC.

Elektrischer CLA mit mehr als 71.000 Zulassungen in Europa

Mercedes stellt mit dem neuen GLC einen echten Alleskönner auf die Räder. Foto: Mercedes
Auch auf den GLC wartet man rund sechs Monate. Fotos: Mercedes

Konkrete Absatzzahlen für beide Modelle veröffentlicht Mercedes nicht. Eine exklusive Auswertung des Marktforschers Dataforce für das „Handelsblatt“ liefert jedoch Anhaltspunkte: Seit dem Marktstart im September 2025 wurde der elektrische CLA in Europa über 71.000 Mal zugelassen, im Schnitt also rund 5.400 Mal pro Monat. Sein Vorgänger, den es nur als Verbrenner gab, kam von 2021 bis 2024 auf durchschnittlich etwa 3.500 Zulassungen monatlich.

Auch die Konzernzahlen zeigen, wie stark das E-Auto-Geschäft anzieht. Zwischen Juli und September 2026 setzte die Mercedes-Benz Group 78.100 Elektrofahrzeuge ab. Das sind 24 Prozent mehr als im zweiten Quartal und 52 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die E-Quote im Pkw-Segment stieg von 9,6 Prozent im zweiten Quartal 2025 auf 16,8 Prozent. Damit war in den vergangenen drei Monaten jeder sechste neue Mercedes-Pkw ein Elektroauto.

Batteriewerk Kamenz läuft rund um die Uhr

Um die Nachfrage zu bedienen, arbeitet das Batteriemontagewerk der Tochter Accumotive im sächsischen Kamenz seit Juni an sechs Tagen pro Woche im Dreischichtbetrieb. Beim neuen elektrischen GLC, dessen Verbrennervariante zuvor das meistverkaufte Modell des Konzerns war, hatte es zwischenzeitlich Probleme beim Produktionshochlauf in Bremen gegeben. Einem Medienbericht zufolge fehlten wichtige Komponenten, weshalb die Auslieferungen zunächst niedrig blieben.

Inzwischen laufen Produktion und Auslieferung des GLC ähnlich gut wie beim CLA, der in Rastatt gebaut wird. Das belegen die Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts: Im September kamen beide Modelle mit jeweils über 2.000 Einheiten in die Top 10 der häufigsten Elektroauto-Neuzulassungen in Deutschland. Laut Dataforce kam der GLC im September europaweit auf fast 7.400 Neuzulassungen. Der Verbrenner-GLC erreichte in seinem besten Verkaufsjahr 2025 dagegen rund 6.500 Einheiten pro Monat.

Weitere Elektromodelle von Mercedes in Planung

Mit den vollelektrischen Versionen von C-Klasse, GLA und GLB kommen nun zusätzliche Modelle auf die Straßen in Deutschland und Europa, die die Nachfrage weiter anheizen dürften. Laut Insiderinformationen des „Handelsblatts“ plant Mercedes außerdem die Präsentation der vollelektrischen E-Klasse auf der IAA in München im September 2027. Eine vollelektrische A-Klasse soll 2028 folgen. Titelfoto: Mercedes-Benz

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