Im Testzeitraum von 14 Tagen fallen uns an einem Auto nicht nur viele Kleinigkeiten auf. Das Test-Tagebuch liefert einen Überblick. Der Kandidat: Subaru Solterra 73 Platinum AWD.
02.11.2026: Subaru hat sich bislang nicht so recht mit seinen Elektroautos hervorgetan. Die erste Generation des Solterra hatte es schwer: Mit seinem hohen Verbrauch, der überschaubaren Reichweite, langsamen Laden und dem ambitionierten Preis konnte man nur wenige Kunden gewinnen. Nun aber ist die zweite Generation auf dem Markt, und die macht vieles besser. Grund also, einen genaueren Blick auf den Japaner zu werfen.

Nach wie vor ist der Solterra eng verwandt mit dem Toyota bZ4X, was man schon an den Leistungsdaten erkennen kann: Zwei Elektromotoren mit zusammen 252 kW (343 PS) liefern ordentlich Power, die Batterie fasst 73,1 kWh an Strom und die Reichweite liegt bei einem WLTP-Verbrauch von um die 15 kWh je 100 Kilometer zwischen 471 bis 511 Kilometer. Antriebsalternativen werden nicht angeboten.
Letztere Angabe ist wie so oft ein wenig ambitioniert, denn nach dem Vollladen zeigte der Bordcomputer eine Reichweite von lediglich 457 Kilometer an – bei noch recht warmen Temperaturen. Das hat sich mittlerweile geändert, die ersten Nachtfröste ziehen durch das Land, und nach den ersten Kilometern zeigt sich, dass die Reichweitenvorgabe kaum zu erreichen sein dürfte. Auch, weil sich die Verbrauchsanzeige des Bordcomputers weit oberhalb der Normangabe eingependelt hat. Nun, warten wir auf das Ergebnis unserer Testrunde.
Subaru Solterra: Vieles besser gemacht

Zunächst zu einigen Basisdaten: Der Solterra streckt sich auf eine Länge von knapp 4,70 Meter, zählt also zur Mittelklasse, und bietet ordentlich Platz für die Passagiere. Der Kofferraum fasst nicht ganz so üppige 410 Liter, wobei Subaru über die Angaben der Kofferraumgröße bei umgelegten Rücksitzen keine Angaben macht. Zieht man den baugleich bZ4X als Vergleich heran, landet man bei 1.026 Liter. Fortschritte hat der Solterra auch bei der Anhängelast gemacht: Er darf nun 750 kg ungebremst und 1.500 kg gebremst ziehen.
Auf die Kosten werden wir im Abschlussbericht genauer eingehen, verraten sei schon einmal, dass die Preispalette in der Basis bei 45.990 Euro startet. Wählt man die höchste Ausstattungsstufe Platinum – wie der Testwagen – werden 52.990 Euro fällig. Dafür gibt es aber auch Echtledersitze vorn und hinten, jeweils beheizt, Sitzbelüftung, alle möglichen Assistenten, ein Glasdach und vieles mehr.
Auf den ersten Kilometern erwies sich der Solterra als enorm leichtfüßig, was ob der Motorisierung nicht wundert. Und was schnell auffällt: Auf ein Handschuhfach verzichtet er (wie sein „Bruder“ bZ4X) zugunsten einer Fußraumheizung für den Beifahrer. Nun aber auf zur Verbrauchsrunde.


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