Toyota bZ4X

Test-Tagebuch: Toyota bZ4X Lounge 4×4

Im Testzeitraum von 14 Tagen fallen uns an einem Auto nicht nur viele Kleinigkeiten auf. Das Test-Tagebuch liefert einen Überblick. Der Kandidat: Toyota bZ4X Lounge 4×4.

12.06.2026: Bei der Elektrifizierung seiner Modellpalette hat Toyota bis vor einiger Zeit vor allem auf den Hybridantrieb gesetzt – man denke nur an den Prius. Das rein elektrisch fahrende Auto, das BEV, stand auf der To-do-Liste des größten Autoherstellers der Welt nicht ganz oben.

Das hat sich im Zuge der Erfolge der Stromer gewandelt, und mit Urban Cruiser (neu), dem C-HR+ sowie dem bZ4X bietet man in Deutschland derzeit drei BEV an. Letzteren sogar schon in der zweiten Generation, nachdem sein Vorgänger wegen schwachen Ladeleistungen nicht so recht überzeugen konnte.

Toyota bZ4X
Der Toyota bZ4X in zweiter Generation: vielfach verbessert. Fotos: Mag

Das hat sich nun geändert. Der nun in der Redaktion zur Prüfung angetretene bZ4X in der Topversion Lounge und mit Allradantrieb lädt an AC-Quellen mit 22 kW und saugt an DC-Ladern mit bis zu 150 kW. Bei einer Akkugröße von netto 69 kWh (brutto 73 kWh) soll dieser in 28 Minuten von 10 auf 80 Prozent gefüllt sein. Nun, wir werden das überprüfen. Die Reichweite beträgt laut Datenblatt 471 Kilometer. Und: Die neue Batterievorkonditionierung dürfte die Ladezeiten deutlich verkürzen, vor allem im Winter. Festzuhalten bleibt: Auf jeden Fall bewegt sich der Kandidat damit nun im Rahmen der Konkurrenz.

Toyota bZ4X: 22-kW-Lader serienmäßig

Toyota bZ4X
Die Scheinwerfer sind nun schmaler, der Hauptscheinwerfer ist in den neuen Stoßfänger gewandert.

Auch äußerlich hat sich der Japaner verändert: Die Scheinwerfer sind nun schmaler, eingerahmt von dünnen Leuchtleisten für Tagfahrlicht und Blinker, der Hauptscheinwerfer ist in den neuen Stoßfänger gewandert. Die bislang unlackierten und kratzempfindlichen Verkleidungen um die Radhäuser präsentieren sich fortan hochglänzend schwarz. Zusammen mit den aerodynamischen Optimierungen am Unterboden verbessert sich der cW-Wert von 0,29 auf 0,27.

Wie erwähnt fahren wir das Topmodell Lounge 4×4, das nicht nur den 22-kW-Lader, sondern auch 252 kW auf die Räder bringt. Und es darf doppelt so viel Gewicht an den Haken nehmen als die Geschwister, nämlich 1.500 Kilo. Das hat freilich seinen Preis. Während die Basisvariante Comfort mit kleiner Batterie (58 kWh, 123 kW) bei moderaten 42.990 Euro startet, schlägt der Kauf des Lounge-Modells 4×4 mit 55.990 Euro zu Buche. Unser Testkandidat kommt mit der Lackierung Emotional Red Metallic (1.090 Euro) auf einen Endpreis von 57.080 Euro.

Bleibt die Frage nach dem seltsam anmutenden Namen bZ4X. Das steht für Beyond Zero, die Größe des Toyota RAV4 und die Art des Fahrzeugs, also einem Crossover. Wie dem auch sei, wir machen uns nun auf zur ersten längeren Testfahrt.

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