BEV in Flotten

BEV in Flotten: Tesla profitiert am meisten

In ihrer Mobilitätsstudie 2024 hat Dataforce Zahlen aus dem Fuhrpark- und dem Privatmarkt zusammengetragen. Es gibt drei Erkenntnisse.

Der Marktbeobachter Dataforce hat auch in diesem Jahr eine Mobilitätsstudie erhoben, die neue Erkenntnisse zur Nutzung von Elektro-Pkw im Gewerbe- und Privatmarkt zusammenträgt. Drei der Ergebnisse sind:

  • 43,5 Prozent der Flotten haben mit der Einführung von Elektro-Pkw ihr Markenportfolio erweitert. Davon profitieren nach Tesla vor allem auch Hyundai und Renault.
  • Mehr als der Hälfte der Kunden fehlt es an Auswahl bei BEV-Modellen. Sowohl Gewerbe- als auch Privatkunden vermissen BEV-Modelle in kleineren Pkw-Segmenten.
  • Reichweite ist für die Kundinnen und Kunden die größte Herausforderung bei der Elektrifizierung ihrer Antriebe. Viele Nutzende bemängeln, dass ihre BEVs nur 80% oder weniger der Herstellerangabe erreichen.

Mit der Einführung von vollelektrischen Pkw (BEV) in ihren Fuhrparks haben viele Flottenkunden das Markenportfolio ihres Unternehmens erweitert. 43,5 Prozent der Gewerbekunden haben ihr Wunsch-BEV-Modell bei einer Marke gefunden, die sie vorher in ihrem Unternehmen nicht genutzt haben.

Nicht überraschend ist, dass Tesla am häufigsten von der Einführung von BEV in Flotten profitiert. Danach schafft es Hyundai mit ihrem breiten Angebot an 800-Volt-Modellen in 16 Prozent dieser Flotten Fuß zu fassen. Auch Renault hat von der frühen Einführung des erschwinglichen Zoe profitiert und konnte in 9 Prozent der Flotten neu einziehen.

BEV in Flotten

BEV in Flotten: Bitte kleinere Modelle

Vielen Kundinnen und Kunden reicht die derzeitige Auswahl von BEV-Modellen in den Pkw-Segmenten aber nicht aus. 49 Prozent der privaten BEV-Kunden und 61 Prozent der Flotten mit BEVs im Bestand fehlt es an BEVs aus bestimmten Segmenten. Das betrifft besonders große Flotten: Fast drei Viertel (74 Prozent) der großen Flotten mit 50 oder mehr Pkw bewerten die derzeitige Auswahl an BEVs in Pkw-Segmenten als „nicht groß genug“.

Privat- und Gewerbekunden sind sich einig, ihnen fehlt es vor allem an Modellen aus Kompakt-/Mittelklasse und an Kleinwagen. Nur den Wenigsten fehlt es dabei auch am Elektro-Angebot in der Oberklasse oder bei SUVs. Dahinter steht auch sicher das Bedürfnis nach erschwinglicheren vollelektrischen Modellen in beiden Märkten.

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Unzufrieden mit der Reichweite

65 Prozent der Privatpersonen geben die Reichweite als Grund anbeim nächsten Pkw keinen BEV anzuschaffen. Bei Gewerbekunden nennen 74 Prozent die zu geringe Reichweite als Grund gegen die Einführung von Elektrofahrzeugen in ihrer Flotte. Aber auch diejenigen, die bereits den Sprung zum vollelektrischen Antrieb gewagt haben sind nicht gänzlich zufrieden. Unter aktuellen privaten BEV-Fahrern sind 41 Prozent nicht zufrieden mit der Reichweite. Bei BEV-Gewerbekunden sind es sogar 73 Prozent.

Die Kundschaft ist dabei nicht selten enttäuscht von den Abweichungen zwischen der Reichweite, die der Hersteller angibt und der tatsächlichen Reichweite. 50 Prozent der Privatkunden und 81 Prozent der Gewerbekunden gaben an, dass ihre Elektro-Pkw bei der Reichweite in der Praxis nur 80 Prozent oder weniger der Herstellerangabe erreichen. Dabei wäre die Mehrzahl der Fuhrparkleiterinnen und -leiter bereits mit einer Reichweite von etwa 500 km pro Batterieladung zufrieden.

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Über die Studie

Die „Dataforce E-Mobilitätsstudie 2024: Elektro-Pkw Nutzung im Wandel“ enthält auch aktuelle Marktkennzahlen für beide Märkte, inklusive eines Forecasts bis 2028. Für die Studie wurden aktuelle Neuzulassungsdaten sowie die Daten der Fuhrpark-Datenbank FleetBase für den Zeitraum Januar 2023 bis Januar 2024 mit 23.400 deutschen Flotten ausgewertet. Zusätzlich wurden die Ergebnisse einer Onlinebefragung von 450 Fuhrparkverantwortlichen, davon 350 mit BEV im Bestand, und 700 Privatpersonen, davon 500 BEV-Fahrerinnen und -Fahrer, analysiert. Titelfoto: VWN

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