DAT-Barometer

KBA: Automarkt weiter auf Talfahrt

Der Automarkt im Juni: Auch die BEV müssen ein (kleines) Minus verkraften. Plug-in-Hybride verbuchen deutlichen Rückgang.

Auch im Juni setzte sich der negative Trend am Automarkt fort. Insgesamt wurden laut Kraftfahrtbundesamt (KBA) 224.558 Pkw neu zugelassen, das waren 18,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Ein wenig besser sah es da bei den Elektro-Pkw (BEV) aus: 32.234 reine Stromer kamen zur Neuzulassung und damit 3,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Ihr Anteil betrug 14,4 Prozent. Innerhalb der ersten sechs Monate zeigte sich bei dieser Antriebsart ein Anstieg von plus 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Plug-ins: minus 16,3 Prozent

Mit einem hybriden Antrieb waren im Juni 65.363 fabrikneue Pkw ausgestattet. Das waren 14,6 Prozent weniger als im Vergleichsmonat. Ihr Anteil betrug 29,1 Prozent. 26.203 dieser Hybride waren den Plug-ins zuzuordnen. Das Zulassungsminus betrug bei dieser Antriebsart 16,3 Prozent, ihr Anteil lag bei 11,7 Prozent.

Automarkt

Die Anzahl neu zugelassener Pkw mit Benzinantrieb ging um 23,2 Prozent zurück, ihr Anteil betrug 37,0 Prozent. Der Anteil der dieselbetriebenen Neuwagen betrug nach einem Rückgang von 22,3 Prozent 18,9 Prozent. Mit 1.120 Einheiten wurden 64,2 Prozent mehr Neuwagen mit der Antriebsart Flüssiggas zugelassen, ihr Anteil belief sich auf 0,5 Prozent. Bei den Erdgas-Fahrzeugen (116 Pkw) gab es hingegen einen Rückgang von 75,2 Prozent, ihr Anteil machte 0,1 Prozent aus.

11 Prozent Minus im ersten Halbjahr

Unter den deutschen Marken erreichte Mercedes im Juni mit 9,5 Prozent eine Zulassungssteigerung. Die weiteren Marken verzeichneten im Vergleich zum Vorjahresmonat Rückgänge, die bei Porsche mit 3,5 Prozent sowie BMW mit 9,8 Prozent am geringsten ausfielen. Die weiteren Marken verzeichneten hingegen zweistellige Rückgänge, die von 10,3 Prozent bei Ford bis 67,0 Prozent bei Smart reichten (Audi: -13,1 %, Opel: -17,7 %, Mini: -22,9 %, VW: -24,0 %). VW war mit 19,4 Prozent die anteilstärkste deutsche Marke.

Mercedes plus 9,5, BMW minus 9,8 Prozent

Unter den Importmarken erreichten im Berichtsmonat Juni insgesamt fünf Marken ein positives Zulassungsergebnis. Für Polestar wies die Statistik mit +58,6 Prozent den deutlichsten Anstieg sowie einen Zulassungsanteil von 0,1 Prozent aus. Für die Importmarken Dacia (+40,3 %), DS (+32,9 %), Alfa Romeo (+18,7 %) und Kia (+0,2 %) waren ebenfalls zum Teil deutliche prozentuale Zulassungssteigerungen zu verzeichnen. Die weiteren Importmarken verbuchten hingegen Zulassungsrückgänge, die bei Suzuki (-67,4 %) und Mazda (-50,4 %) mehr als 50 Prozent ausmachten. Den größten Neuzulassungsanteil erreichte Skoda mit 5,5 Prozent.

Einen Grund für das Minus bei den Neuzulassungen nennt das KBA nicht, es ist aber davon auszugehen, dass die Lieferschwierigkeiten bei vielen Marken den Zulassungsrückgang verursachen.

Automarkt

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