DAT-Barometer

Neuzulassungen: Dickes Minus im April

Im April 2022 wurden im Vergleich zum Vorjahresmonat 21,5 Prozent weniger Pkw neu zugelassen. Auch BEV im Minus.

Im April 2022 wurden 180.264 Personenkraftwagen (Pkw) neu zugelassen und damit 21,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Neuzulassungen für gewerbliche Halter gingen um 23,4 Prozent zurück, ihr Anteil betrug 64,1 Prozent. Die privaten Neuzulassungen nahmen um 17,9 Prozent ab.

12,3 Prozent der Neuzulassungen waren Elektro (BEV) Pkw. Mit 22.175 Neuwagen lag diese Antriebsart um 6,9 Prozent hinter dem Ergebnis des Vorjahresmonats. Die Rückgänge der Neuzulassungszahlen spiegelten sich in allen Kraftstoffarten wider. 56.786 Neuwagen verfügten über einen hybriden Antrieb und bewirkten einen Anteil von 31,5 Prozent (-11,4 %), darunter 21.697 Plug-in-Hybride (12,0 %/-19,6 %).

Neuzulassungen

Knapp 30 Prozent weniger Diesel

Die Neuzulassungen von Pkw mit Benzinmotoren nahmen um 27,8 Prozent ab, ihr Anteil betrug 36,1 Prozent. Die Anzahl dieselbetriebener Pkw ging gegenüber dem Vorjahresmonat um 29,7 Prozent zurück, ihr Anteil betrug 19,6 Prozent. Ein Anteil von 0,1 Prozent entfiel auf Pkw mit der Kraftstoffart Erdgas (94 Pkw/-76,4 %), 838 flüssiggasbetriebene Neuzulassungen führten bei dieser Antriebsart zu einem Rückgang von 18,5 Prozent und einem Anteil von 0,5 Prozent.

Nur Porsche im Plus

Unter den deutschen Marken zeigte sich bei der Marke Porsche ein Zulassungsplus von 3,9 Prozent. Für alle anderen deutschen Marken wies die Zulassungsstatistik im April 2022 zweistellige Zulassungsrückgänge aus, die bei Mini mit minus 46,7 Prozent am deutlichsten ausfielen. Smart büßte mit minus 42,1 Prozent ebenfalls mehr als 40 Prozent ein, für Opel (-32,4 %) und VW (-30,9 %) waren es jeweils mehr als 30 Prozent. Bei Mercedes betrug der Rückgang 25,1 Prozent. BMW (-19,1 %), Ford (-15,9 %) und Audi (-15,0 %) blieben ebenfalls unterhalb des Ergebnisses des Vorjahresmonats. Mit 16,6 Prozent war VW abermals die anteilsstärkste deutsche Marke.

Polestar im Aufwind

Unter den Importmarken erreichten Polestar (+203,2 %), Tesla (+34,3 %), Mitsubishi (+29,5 %), Kia (+26,5 %), Toyota (+6,1 %) sowie Lexus (+0,5 %) Zulassungssteigerungen. Die weiteren Importmarken verzeichneten allesamt Zulassungseinbußen. Die Neuzulassungszahlen blieben bei Jaguar mit minus 57,0 Prozent deutlich hinter dem Wert des Vorjahresmonats. Ein Rückgang von mehr als 40 Prozent zeigte sich bei Peugeot (-43,1 %). Bei den Marken Renault (-39,3 %), Mazda (-38,4 %), Suzuki (-36,3 %) und Skoda (-33,6 %) gingen die Zulassungszahlen um mehr als 30 Prozent zurück. Der größte Neuzulassungsanteil entfiel auf Skoda mit 5,0 Prozent, gefolgt von Hyundai (4,1 %) und Kia (3,8 %).

Der durchschnittliche CO2-Ausstoß ging um -3,1 Prozent zurück und betrug 122,5 g/km. Titelfoto: pixabay

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