Togg T10X

Test-Tagebuch: Togg T10X

Im Testzeitraum von 14 Tagen fallen uns an einem Auto nicht nur viele Kleinigkeiten auf. Das Test-Tagebuch liefert einen Überblick. Der Kandidat: Togg T10X.

08.07.2026: In der Redaktion stellt sich dieser Tage ein besonderer Kandidat vor: der Togg T10X, das erste türkische Auto. Wir haben an anderer Stelle schon über den Werdegang der Marke berichtet und sind nun gespannt, wie sich das 4,60 Meter lange SUV in der Praxis schlägt.

Bevor wir zum Auto kommen, werfen wir noch einen Blick auf die Marke Togg. Diese wurde Mitte 2018 gegründet. Ein Jahr später wurden die ersten Prototypen vorgestellt, der T10X und die Limousine T10F. Hinter Togg stecken Schwergewichte aus der türkischen Wirtschaft. Fünf Industrie-Riesen, jeweils die größten in ihren Branchen, haben sich zu einem Konsortium mit dem Namen Türkiye`nin Ottomobili Girişim Grubu zusammengeschlossen und verzichten 15 Jahre auf jegliche Dividende. Umgerechnet investierten sie rund 3,5 Milliarden Euro. Soweit der Background.

Togg T10X
Der Togg T10X misst in der Länge 4,60 Meter. Fotos: Mag

Doch nun zum T10X. Dieser soll nicht als „einfaches“ Auto verstanden werden, sondern als fahrender Supercomputer. Daher wird der T10X in der Unternehmenskommunikation häufig als „Device“, als „dritten Lebensraum“, bezeichnet. Das erhebt Anspruch und lässt erahnen, dass man zunächst einiges an Einarbeitung in das elektronische System und dessen Bedienung investieren muss.

Togg T10X: Fünf Monitore im Innenraum

Togg T10X
Die Monitore ziehen sich über die gesamte Fahrzeugbreite.

Doch bevor wir dieser Tage tiefer eintauchen in dieses Thema sei noch erwähnt: Die Plattform des T10X ist modular aufgebaut und für weitere Modelle skalierbar. Togg hat zwei Lithium-Ionen-Akkus mit 52,4 kWh und 88,5 kWh im Angebot, die Reichweiten geben die Türken mit 314 beziehungsweise 523 Kilometer an.

Die Besonderheit aller Varianten liegt in den vier nebeneinander angeordneten Monitoren, die sich über die gesamte Fahrzeugbreite ziehen. Deren Inhalte lassen sich über einen weiteren Monitor weiter unten je nach Belieben bestimmen oder auch verschieben.

Für jeden Nutzer des Fahrzeugs wird per Gesichtserkennung ein Profil angelegt und die Konfiguration entsprechend angepasst. Notwendig ist dafür ein Nutzerkonto in einer App namens Trumore. Dieses Ökosystem wird über die hauseigene App Trumore von den „Toggern” gefüttert. Mit Truemore lassen sich automatisch die Maut bezahlen, Ladevorgänge organisieren und abrechnen, Parkplätze reservieren, Hotels buchen oder Restaurants reservieren – natürlich alles “over-the-Air” aktualisierbar.

Ist die App nicht vorhanden (wie in unserem Fall), muss man sich über einen ersten Druck auf den Starterknopf und den Monitor anmelden. Erst dann kann gestartet werden. Davon berichten wir im nächsten Tagebuch-Eintrag.

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